Veranstaltungen
Sie sind herzlich eingeladen unsere Veranstaltungen zu besuchen.
Donnerstag, 3. September 2026, 19.00 Uhr,
Neustädter Hof- und Stadtkirche
22. Leibniz Festtage: Als G. W. Leibniz vor 350 Jahren nach Hannover kam
Projekt der Leibniz-Stiftung in Kooperation mit der Leibniz Gesellschaft
Weitere Kooperationspartner: Kestner Gesellschaft, Kommunales Kino, Goethe Gesellschaft, Literarischer Salon, ‚Herrenhausen Barock.
Lesung aus der Novelle von Franz Maria Sonner,
‚Leibniz – Die Einsamkeit der Monaden
In der Novelle „Leibniz oder Die Einsamkeit der Monaden“ erzählt Franz-Maria Sonner die letzten Lebensjahre des großen Gelehrten als Höhepunkt und Abstieg gleichermaßen und versucht so die Summe aus Person und Werk zu ziehen.
Leibniz befindet sich im Herbst 1714 als Gast von Herzog Moritz Wilhelm in Sachsen-Zeitz. Er sucht Ablenkung und Zuspruch. In den zurückliegenden Monaten hat er empfindliche Einschränkungen seiner Wirkungsmöglichkeiten hinnehmen müssen: Kurfürstin Sophie, seine Gönnerin, ist gestorben, ihr Sohn Georg Ludwig, soeben König von England geworden, hält den Gelehrten als Berater in London für entbehrlich und trägt ihm auf, in Hannover zu bleiben, um die vor Jahrzehnten in Auftrag gegebene Geschichte der Welfen zu Ende zu bringen. Gichtanfälle und offene Wunden am Bein behindern Leibniz, aber angetrieben von der fortdauernden Wissbegier nach Neuem und einer niemals wirklich zu trübenden Zuversicht versucht er, die Schicksalsfäden zu einem guten Ende zu verknüpfen.
Eintritt: 8 Euro
Mittwoch, 16. September 2026, 19.00 Uhr,
Neustädter Hof- und Stadtkirche
Science Slam, Moderation Simon Hauser, Leipzig
„Süchtig auf (barocke) Denkabenteuer oder Glückseligkeit ist das Ziel des Denkens“
Teilnehmer*innen: Prof. Dr. Julia Gillen, Leibniz Universität, Arnaud Pelletier, Belgien; Prof. Dr. Anne Eusterschulte, Berlin; Jesse Hahn, Hannover, Dr. Marvin Dreiwes, Hannover
Mittwoch, 7. Oktober 2026, 18.30 Uhr,
Neustädter Hof- und Stadtkirche
In Kooperation mit der Goethe-Gesellschaft
Vortrag: Martina Trauschke
‚Willst du dich am Ganzen erquicken, so mußt du das Ganze im Kleinsten erblicken.‘
Wie Goethe Leibniz gelesen hat
Wenn wir nach den geistigen Prägungen des jungen J. W. Goethe suchen, fällt selten der Name von Leibniz. In den Gesprächen mit J. G. Herder waren die Gedanken von G.W. Leibniz ein wichtiger Bezugspunkt. Durch die Bibliothek seines Vaters war der junge Goethe mit der ‚Theodizee‘ vertraut, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in jedem gebildeten Haushalt anzutreffen war. In der Suche nach einer Philosophie des Lebens im Unterschied zu der Beschäftigung mit nur rationalen Phänomenen kamen Leibniz und Goethe denkend zusammen.
Eintritt: 10 Euro
Donnerstag, 8. Oktober 2026, 19.00 Uhr,
Kestner Gesellschaft
Vortrag von Michael Stoeber: Die Sprache der Metaphern bei G. W. Leibniz und Min Yoon
Kooperation mit der KestenerGesellschaft zur Ausstellung des koreanischen Künstlers Min Yoon "A Pronoun of B"
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten
Dienstag, 13. Oktober 2026,
17.00 Uhr
Kommunales Kino im Künstlerhaus
In Kooperation mit dem Kommunalen Kino
17 Uhr Leibniz – Chronik eines Bildes, Film von Edgar Reitz
19 Uhr Vortrag von Gert Heidenreich über seine Arbeit zum Leibniz Film von Edgar Reiz
Donnerstag, 22. Oktober, 19.00 Uhr,
Neustädter Hof- und Stadtkirche
Vortrag: Prof. Dr. Vanessa Albus, Paderborn
Leibniz‘ bilderreiches Denken. Eine anschauliche Einführung in seine Philosophie
Bildhafte Sprache ist in der Philosophie nicht nur rhetorischer Schmuck, sondern auch Hilfsmittel der Erkenntnis und Zeichen einer begrifflichen Not, weil die vorhandene Sprache zur Beschreibung neuer Phänomene in den Wissenschaften und Künsten oftmals nicht ausreicht. Der Vortrag setzt an Leibniz‘ Bilderreichtum an, um auf diesem Weg in sein Denken anschaulich einzuführen. Als Universalgelehrter fasste Leibniz die Welt als „Maschine“, „Gebäude“ oder „Orchester“ auf. Er behauptete „Sprunglosigkeit“ in der Natur und im philosophischen Denken gleichermaßen. Von besonderer Faszination und philosophischer Relevanz sind Leibniz‘ geistreichen Wortkreationen, die erst im Laufe der Sprachgeschichte ihre ursprüngliche Strahlkraft eingebüßt haben, darunter das geometrisch-optische Komposita „Gesichtspunkt“ oder das „Entfalten“. Daran lässt sich exemplarisch zeigen, wie bilderreiches Denken Weltkonzeptionen zukunftsweisend eröffnet.
Eintritt: 8 Euro
Mittwoch, 4. November 2026,
18.30 Uhr, Neustädter Hof- und Stadtkirche
Kooperation mit der Goethe Gesellschaft
Vortrag von Rüdiger Safranski, Badenweiler:
Die vierte Kränkung: Menschlicher Geist im Schatten von Künstlicher Intelligenz
Rüdiger Safranskis philosophische Antwort auf die Frage, wie Künstliche Intelligenz unser Selbstverständnis als Menschen verändert.
Schon von G. W. Leibniz gibt es den Entwurf das mathematische Wissen mechanisch nutzen zu können, dazu erfand er das duale Zeichensystem als die Grundlage für mechanisches Rechnen. Rüdiger Safranski erinnert daran, dass der Mensch im Unterschied zu Algorithmen über ein Bewusstsein verfügt, Emotionen wahrnimmt, über sich selbst nachdenken und sich frei entscheiden kann. Das sind große Themen der Philosophie. Sie setzt Orientierungsmarken, die uns helfen, auch in Zukunft unseren Platz in der Welt zu finden.
Montag, 23. November 2026, 20.00 Uhr,
Conti-Foyer am Königsworther Platz
Kooperation mit dem Literarischen Salon der Leibniz Universität Hannover
Prof. Dr. Julia Stenzel, Leibniz Universität Hannover
‚In Bildern die Welt erfassen‘
Eintritt: 12 Euro
Freitag 11. Dezember 2026
Galerie Herrenhausen
Hannover Barock
G. W. Leibniz in Freundschaft: Discours sur l‘amour –
Aus dem Briefwechsel zwischen der Kurfürstin Sophie von Hannover und G. W. Leibniz: ‚Hannover erleidet durch Ihre Abreise eine Sonnenfinsternis‘
Aus dem Briefwechsel zwischen der preußischen Königin Sophie Charlotte und G. W. Leibniz: ‚Ich schreibe Ihnen als an einen Freund, rückhaltlos‘
Lesung: Jens Harzer und Marina Galic
Musik: Bernward Lohr und … musizieren Kammerduette von Agostino Steffani
Eintritt: 20 Euro